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Verrückt!

A-Jugend

Nach mittlerweile 30 Jahren im Fußball sollte man ja eigentlich alles gesehen haben, denkt man. Was sich allerdings am gestrigen Freitag in Gelting beim Spiel unser A-Jugend gegen die FSG Ostseeküste abspielte, habe ich so noch nicht erlebt und werde es so wohl bald auch nicht wieder. Ein in jeder Hinsicht denkwürdiger Abend. 

Zunächst einmal suchte Fuchsi jemanden, der seine Jungs betreuen konnte, da er arbeiten musste. Von den üblichen Verdächtigen konnte niemand einspringen, also habe ich mich bereit erklärt, die Jungs zu betreuen. Nach dem kurzfristigen Ausfall des Spiels der dritten Männer fand ich in Bobsi eine weitere Begleitung zum Spiel.

In Gelting angekommen konnte man direkt erkennen, dass es dem Platz nach dem Spiel nicht mehr gut gehen würde. Schon während des Aufwärmens war der Platz sumpfig, was sich während des Spiels noch verschärfte. Kurz vor Spielbeginn musste Ersatz für den nicht angereisten Schiri gefunden werden – um kurz vor sieben am Freitagabend bei übelstem Wetter. Da das natürlich nichts werde konnte, musste der Trainer der FSG Torsten Ehwalt-Noetzel ran. Wir einigten uns aber mit den Jungs von Anfang an darauf, dass wir nach Fair-Play-Regeln spielen und Torsten nur eingreift, wenn sich die Spieler nicht einig sind. Und über die kompletten 90 Minuten schafften es beide Teams, sich daran zu halten, so dass ein Eingreifen des Schiedsrichters so gut wie nie erforderlich war. Wirklich beeindruckend und ein Kompliment an beide Teams zu dieser hervorragenden Leistung. Das haben wir Trainer an diesem Abend in dieser Qualität nicht erwartet, da auch der Untergrund eine eindeutige Bewertung von Zweikämpfen nicht immer leicht machte.

Nun zu dem nächsten denkwürdigen Teil, dem sportlichen. Die FSG schien in der ersten Hälfte das Fairplay mit „ohne Zweikämpfe“ zu verwechseln und ließ unser Team nach Belieben schalten und walten. Jonas Hauenstein und Lasse Kurth wirbelten die Abwehr ein ums andere Mal durcheinander, so dass es schon nach 35 Minuten 6:0 für unser Team stand – Wahnsinn! Es gab sogar noch ein, zwei Möglichkeiten mehr, aber zum Ende der ersten Halbzeit zeigte sich schon langsam ein Kräfteverschleiß bei unseren Jungs, so dass die FSG kurz vor der Halbzeit den Ehrentreffer zum 1:6 erzielen konnte. Bobsi und ich bereiteten die Jungs darauf vor, dass in der zweiten Hälfte sicherlich ein anderer Gegner auf dem Platz stehen würde. Und so war es dann auch. Zunächst einmal hatte Torsten nur noch zehn Mann zur Verfügung, da sich drei Spieler in der ersten Hälfte abmeldeten, aber diese zehn waren heiß und brannten darauf, die erste Halbzeit auszubügeln. So erzielten sie in der 60. Minute das 2:6. Nun kam es aber noch schlimmer: Ein Spieler der Gastgeber bekam einen Schuss ins Gesicht und musste benommen raus, so dass nur noch neun Jungs auf der Platte standen. Bobsi und ich überlegten, auch zu reduzieren, aber wir konnten einfach nicht, da selbst diese neun immer mehr Oberwasser bekamen und unsere Jungs mehr und mehr abbauten. Als dann schließlich auch wir den zweiten angeschlagenen Spieler hatten und nur noch zehn Mann auf der Platte hatten, schlugen die Gastgeber zu. Die Defensive fand keinen Zugriff mehr und binnen zehn Minuten machten die Gastgeber aus dem 2:6 noch das 6:6.

Dies war am Ende ein verdientes Ergebnis dieses denkwürdigen Spiels. Dessen waren sich alle bewusst, so hielt sich die Enttäuschung über das Ergebnis, was bei einer 6:0 Führung verwunderlich klingt, in Grenzen. Man muss einfach respektieren, dass die FSG in der zweiten Hälfte alles getan hat, um dieses Ergebnis zu erreichen.

verfasst von: Hauke Sommer

Neuigkeit erstellt am .